Die Schibob-Saison 2008/09 ist nun endgültig abgehakt. Lisa Zaff holte für das Weltcup-Finale in Aigen am Hochficht ihr Lieblingsarbeitsgerät ein letztes Mal in diesem Winter aus der Garage. Im Riesentorlauf und im Slalom drehte die mehrfache Jugend-Weltmeisterin jeweils als Fünfte ab. "Vor allem mit dem Slalom-Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Im ersten Durchgang habe ich sogar die regierende Weltmeisterin hinter mir gelassen. Leider ist mir dann der zweite Lauf nicht so gut gelungen", erzählt Zaff. In der Weltcup-Endabrechnung belegte sie mit 21 Zählern am Konto den neunten Rang. "Sicherlich war diese Saison nicht meine erfolgreichste, aber so ein Jahr kann vorkommen. Ich habe viel gelernt", sagt die 20-Jährige bescheiden.
Für Nationalteam-Trainerin Petra Gamper ist die "durchwachsene" Saison ein normaler Anpassungsvorgang: "Lisa ist von der Jugend- in die Damenkategorie aufgestiegen. Da benötigen die meisten Athleten ein bis zwei Jahre, um konstant an der Spitze mitmischen zu können. Zum Saisonschluss hin ist es aber ohnehin immer besser gelaufen."
Wegen der Doppelbelastung Beruf und Sport freut sich Zaff vorerst auf die Pause, obwohl ihr das Wettkampf-Fieber bereits nach nur wenigen Wochen wieder abgehen wird. "Es hat eben alles sein Für und Wider. Aber die freie Zeit vergeht meistens wie im Flug und schon stehen die Sommer-Trainingslehrgänge vor der Tür", relativiert Zaff. Bis dahin wird die Fitness mit den Inlineskates und dem Mountainbike aufrecht erhalten. Bereits Mitte Mai trifft sich der Nationalkader zum ersten gemeinsamen Kräftetanken.
Kleine Zeitung, 18.03.2009
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/voitsberg/soeding/1855559/index.do